Hintertux im Zillertal: Skifahren am Gletscher und Ankommen im Tal

Hintertux im Frühsommer
Hintertux im Frühsommer Bild: TheTokl CC BY-SA 3.0

Hintertux liegt am hintersten Ende des Zillertals und verdankt seine Bekanntheit vor allem dem Hintertuxer Gletscher, der als eines der wenigen Skigebiete der Alpen an 365 Tagen im Jahr Skibetrieb ermöglicht. Auf rund 1.500 Metern Höhe beginnt das Tal, während sich die Gletscherpisten bis auf über 3.200 Meter hinaufziehen, was Hintertux zu einem festen Ausgangspunkt für Skifahrer ausserhalb der klassischen Wintersaison macht. Selbst im Hochsommer lässt sich hier oberhalb der Baumgrenze noch auf Firn fahren, während im Tal darunter Wanderer in kurzen Ärmeln unterwegs sind.

Neben dem Gletscher prägt vor allem die Lage im Naturpark Zillertaler Alpen den Ort: schroffe Gipfel, klare Bergbäche und eine vergleichsweise ruhige Infrastruktur ohne grossen Après-Ski-Rummel unterscheiden Hintertux von manch anderem bekannten Wintersportort im Zillertal. Wer eher Ruhe als Trubel sucht, findet hier eine Alternative zu den belebteren Orten weiter talauswärts.

Wohnen am Fuss des Gletschers

Hintertuxer Gletscher
Hintertuxer Gletscher Bild: Tiia Monto CC BY-SA 3.0

Wer die kurzen Wege zum Gletscher schätzt, findet in Hintertux mehrere Häuser, die auf genau diese Zielgruppe ausgerichtet sind. Als ein Hotel in Hintertux gilt das Adler Inn als Beispiel für ein modernes Wellness- und Aktivresort, das gezielt Paare und aktive Reisende anspricht statt auf ein breites Familienpublikum zu setzen. Das Haus liegt nur wenige Autominuten von der Gletscherbahn entfernt, mitten im Zillertaler Naturpark auf rund 1.400 Metern Höhe.

Mit 45 Zimmern und einem familiengeführten Betrieb bleibt das Hotel überschaubar, was sich auch im Service bemerkbar macht: Wer nach einem Skitag zurückkehrt, trifft auf ein Haus, das eher auf persönliche Betreuung als auf grosse Hotelkomplexe mit anonymem Massenbetrieb setzt. Diese Grössenordnung erlaubt es dem Team zudem, wiederkehrende Gäste beim Namen zu kennen und individuelle Wünsche unkompliziert umzusetzen.

Spa und Erholung nach dem Tag am Berg

Der rund 2.000 Quadratmeter grosse Spa-Bereich des Hauses ist auf Panoramablick ausgelegt, sodass sich Sauna- und Ruhephasen mit Blick auf die umliegenden Gipfel verbinden lassen. Nach einem Tag auf Skiern oder Wanderwegen bietet dieser Bereich genau jene Kombination aus Wärme, Ruhe und Aussicht, die viele Gäste als Ausgleich zur körperlichen Anstrengung suchen.

Kulinarisch setzt das Haus auf regionale Küche mit Bezug zum Zillertal, was den Aufenthalt auch abseits der Piste zu einem eigenständigen Erlebnis macht, anstatt reine Verpflegungsstation zwischen zwei Skitagen zu sein. Wer nach dem Abendessen noch etwas Zeit für sich sucht, findet in den Ruhebereichen des Spas meist auch am späteren Abend noch geöffnete Rückzugsorte.

Sommer im Zillertal: Wandern statt Skifahren

Im Sommer verschiebt sich der Fokus vollständig auf Wandern und Bergtouren. Die Region rund um Hintertux bietet Routen für nahezu jedes Niveau, von leichten Talwanderungen entlang des Tuxbachs bis zu anspruchsvollen Hochtouren in Richtung der Gletscherausläufer. Wer im Sommer anreist, profitiert zudem von deutlich geringerem Andrang als in den Wintermonaten, in denen der Gletscher viele Tagesgäste anzieht.

Auch für Mountainbiker hat sich das Tal in den letzten Jahren als Ziel etabliert, mit Strecken, die sich von sanften Talwegen bis zu anspruchsvollen Trails in den Seitentälern erstrecken. Ergänzt wird das Angebot durch mehrere Hütten entlang der Routen, die sich für eine Rast oder eine deftige Mahlzeit auf halber Strecke anbieten.

Anreise und praktische Hinweise

Hintertux ist von Innsbruck aus in rund einer Stunde Autofahrt erreichbar, wobei die letzten Kilometer durch das enger werdende Tuxertal führen. Wer ohne eigenes Fahrzeug anreist, kann ab dem Bahnhof Jenbach auf Linienbusse ins Tuxertal umsteigen, die während der Wintersaison im dichteren Takt verkehren.

Für die Wintersaison empfiehlt sich eine frühzeitige Buchung, da die Gletscherbahn und die umliegenden Unterkünfte gerade in den Weihnachts- und Semesterferien schnell an ihre Kapazitätsgrenzen stossen. Wer flexibel ist, findet in den Nebenwochen zwischen den grossen Ferienterminen oft deutlich bessere Verfügbarkeiten und ruhigere Pisten am Gletscher.

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