|
Ein Unfall ist schnell passiert. Ob bei der Arbeit, im Straßenverkehr oder bei der Haus- oder Gartenarbeit. Meist sind die Folgen überschaubar. In schlimmen Fällen aber bleibt durch den Unfall eine körperliche Behinderung zurück. Solche Ereignisse können das ganze Leben von einem auf den anderen Moment drastisch ändern. So muss bei einer schweren Behinderung nichts selten das Haus oder die Wohnung umgebaut oder sogar ganz gewechselt werden, weil rollstuhlgerechte Einrichtungen nicht vorhanden sind. Auch der erlernte Beruf kann vielleicht nicht mehr ausgeübt werden.
Damit ein ohnehin schon schlimmer Unfall nicht auch in finanzieller Hinsicht zum Desaster wird, sollte rechtzeitig vorgesorgt und eine Unfallversicherung abgeschlossen werden. Zwar sind Angestellte bei ihrer Arbeit durch den gesetzlichen Schutz abgedeckt. Private Unfälle aber fallen nicht darunter.
Eine Unfallversicherung übernimmt die Kosten, die im Zusammenhang mit dem Ereignis stehen. Dazu gehören sowohl Behandlungskosten im Krankenhaus als auch notwendige Umbauarbeiten an Haus oder Wohnung. Auch eine Unfallrente wird gezahlt, wenn der Versicherungsnehmer aufgrund einer bleibenden Behinderung nicht mehr über seine Arbeitskraft verfügt.
Eine gute Police beinhaltet einen umfangreichen Schutz gegen die wirtschaftlichen Folgen eines Unfalls. Es sollte eine ausreichende einmalige Kapitalauszahlung genauso vereinbart werden wie eine lebenslange Unfallrente, die den notwendigen Lebensstandard absichert. Die Kosten einer solchen Versicherung bewegen sich in einem überschaubaren Rahmen und sollten in keinem Fall gescheut werden, weil die Unfallversicherung zu den existenziellen Risikoversicherungen zählt und daher unabdingbar ist.
Ein umfassender Schutz gewährt auch Hilfe bei Bergungskosten (insbesondere für passionierte Skifahrer von Bedeutung), eine Kurkostenhilfe und übernimmt – bis zu einer gewissen Summe – auch die Kosten für kosmetische Operationen, die nach einem Unfall notwendig sind.
Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Frist, die von der Assekuranz bis zur Feststellung der Invalidität gewährt wird. Dies ist dann von Bedeutung, wenn sich nach einem schlimmen Ereignis nicht sofort absehen lässt, ob die Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt werden kann oder ob die Invalidität eintritt. Eine großzügige Police gewährt dem Versicherungsnehmer eine Frist von deutlich mehr als zwölf Monaten.
Derartige Policen sind nicht nur für die Ernährer von Familien unbedingte Voraussetzung, wie viele Verbraucher noch immer meinen. Auch kleine Kinder benötigen eine Unfallversicherung. Schließlich muss bei einer lebenslangen Invalidität der Ausfall eines eigenen Einkommens in Kauf genommen werden. Eltern sollten in ihrem persönlichen wirtschaftlichen Interesse daher den Nachwuchs mit dem Versicherungsschutz versorgen, weil sonst im Zweifelsfall lebenslang für den Sprössling gezahlt werden muss.
Vor dem Abschluss eines Vertrages zur Unfallversicherung muss – wie immer – ein wenig Einsatz von Seiten der Verbraucher gezeigt werden. So sollten die Versicherungsbedingungen genau unter die Lupe genommen werden, damit der Versicherungsschutz später tatsächlich den eigenen Bedürfnissen und Anforderungen entspricht. Auch lassen sich Offerten verschiedener Assekuranzen nur dann relevant miteinander vergleichen, wenn die Konditionen ähnlich sind.
Bei der Unfallrente sollte schließlich darauf geachtet werden, dass eine dynamische Sicherung gegen die Inflation eingebaut ist. So sollte die Rente jährlich um die gemessene Teuerungsrate erhöht werden. Dies ist insbesondere bei für Kinder abgeschlossenen Policen von höchster Wichtigkeit, da der Kaufkraftverlust im Laufe einiger Jahrzehnte sehr drastisch ausfallen kann. Nur mit einer vertraglich fixierten Sicherung lässt sich der gewünschte Lebensstandard im Zweifelsfall erhalten.
|